Wichtiges Thema: Impfungen

Es gibt eindeutig schönere Aspekte bei der Reisevorbereitung – den Flug buchen zum Beispiel, oder den Reisepass verlängern. Den Koffer zum ersten Mal Probepacken oder vielleicht auch das Kündigen. Zumindest NACHDEM das alles entscheidende Gespräch erfolgreich gemeistert wurde.  Impfen ist da wohl eher das notwendige Übel, aber für uns auf jeden Fall ein Muss.

Während der Recherche habe ich viele verschiedene Meinungen gelesen. „Impfungen? Also ich bin 3 Jahre durch die ganze Welt gereist, ohne nur eine einzige Impfung gekriegt zu haben – und ich lebe immer noch“. „Impfen? Ist doch alles nur Geldmacherei, der Körper kann das auch so“. „Was sollen denn die Leute in Land xy machen? Die haben gar nicht das Geld, um sich impfen zu lassen. Und die leben immer noch!“. „Also in Thailand wurde ich mal von einem Hund gebissen. In dem Moment habe ich mir echt ne Tollwut-Impfung gewünscht…“ 

Wir gehen da lieber auf Nummer sicher. Ein Großteil der Kosten wird von der Versicherung übernommen und an der Gesundheit sparen? Nein danke. Auch wenn es einfach erst einmal nur ein besseres Gefühl gibt.

Ich gestehe, ich habe es ziemlich lange heraus gezögert, bis ich endlich das Telefon in die Hand genommen und beim Tropenarzt des Vertrauens angerufen habe um einen Termin zu vereinbaren… Ganz vielleicht liegt das an einem dieser drei Gründe: Ich telefoniere nicht gerne. Also so gar nicht, Anrufe schiebe ich immer relativ lange vor mir her. Impfen ist eher weniger cool, dafür telefoniere ich dann sogar noch weniger gerne. Uuuund ich hab vor einiger Zeit meinen Impfpass verloren. Bedeutet: alle Ärzte der letzten Jahre abklappern, um die „zahlreichen“ Impfungen zusammen zu kriegen.

Impfpass verloren? Was tun?

Hört sich im ersten Moment dramatischer an, als es eigentlich ist. So gehst du vor, wenn du deinen Impfpass verloren hast:

  1. Du wurdest dein Leben lang bei einem Hausarzt geimpft?
    Perfekt. Dieser stellt dir kostenlos einen neuen Impfpass aus und kann alle Impfungen der letzten 10 Jahre nachtragen. Diese werden nämlich in deiner Krankenakte dokumentiert und in der Regel ein Jahrzehnt aufbewahrt. Alles was älter als 10 Jahre ist, sollte eh mal wieder nachgeimpft werden.
  2. Du hast öfters mal den Arzt gewechselt oder benötigst nun eine Impfung von einem anderen Arzt, z.B. dem Tropenmediziner?
    So sah mein Fall aus. Auch kein Problem. Rufe einfach bei den Ärzten der letzten Jahre an und lasse deine Krankenakte an den neuen Arzt schicken, dieser trägt die Impfungen dann einfach nach.
    Aussagen wie „Ich glaube, ich wurde damals mal gegen … geimpft“ oder „Meine Mama meinte, als Kind wurde ich gegen … geimpft“ zählen leider nicht, alle Impfungen müssen schriftlich vom Arzt bescheinigt sein. Wenn es über eine Impfung keine Bescheinigung gibt, gilt diese als nicht geimpft und muss nachgeholt werden.
  3. Der Impfstatus ist unklar, weil du dich nicht mehr an den Arzt erinnern kannst oder keine Unterlagen mehr vorliegen?
    Eine Impfung kann nachgeholt werden, auch wenn du eventuell schon einmal geimpft worden bist. Eine doppelte Impfung schadet nicht. Klar, es kann zu den typischen Nebenwirkungen kommen, aber das ist ja zu verkraften. 🙂
    Alternativ kann ein Bluttest gemacht werden, der aber nicht zu 100% verlässlich ist. Es werden Antikörper in deinem Körper festgestellt, heißt, der Schutz ist generell gegeben, allerdings kann nicht genau gesagt werden, wie lange dieser noch besteht. Außerdem gibt es Impfungen, bei denen keine Antikörper im Körper festgestellt werden können, obwohl ein Schutz besteht.

Zeitlicher Ablauf

Wie heißt es so schön? Am besten so früh wie möglich. Allerdings kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass es auch ausreichend ist 6 Wochen vor Abflug einen Termin beim Arzt zu haben. Allerdings kann es dann schon mal vorkommen, dass du direkt 4 Spritzen an einem Tag in den Arm bekommst – zwei auf jeder Seite. Die Arme fühlen sich danach ziemlich schlapp an, aber es funktioniert. Du willst wissen, wie wir uns während und nach des Impf-Marathons gefühlt haben? Lies es einfach in unserem Impftagebuch nach. Hepatitis A und B kannst du sogar noch kurzfristig geimpft kriegen, Tollwut hingegen benötigt beispielsweise 3 Impfungen, um wirksam zu sein. An Tag 0, Tag 7 und Tag 30. Genaueres erfährst du in den folgenden Abschnitten.

Fazit: Je nach Impfung kannst du dich also mal mehr mal weniger kurzfristig entscheiden, mindestens 6 Wochen solltest du allerdings einplanen. Und: Je früher du dich kümmerst, desto weniger Impfungen musst du an einem einzelnen Tag über dich ergehen lassen. Klingt logisch! 🙂

Vorbereitung und Beratung beim Tropenarzt

Beim Tropenarzt angekommen, hieß es erst einmal den Bogen ausfüllen: Wann reise ich für wie lange in welche Region? Was möchte ich unternehmen? Eher Hotel und Strand oder Abenteuer mit Dörfern, Dschungel, Trekking- und Motorrad- bzw. Roller-Touren? Wollen wir tauchen? Auf Berge klettern? Gibt es Vorerkrankungen, allergische Reaktionen auf bestimmte Impfstoffe? Alles Dinge, über die man sich im Voraus offensichtlich Gedanken machen muss.

Dann ging’s auch gleich ins Sprechzimmer, mit Powerpoint und, ganz altmodisch, Buch wurden wir auf unsere anstehende Reise vorbereitet. Gegen welche Krankheiten sollte man sich impfen? Wo sind Malaria-Gebiete? Kann man sich überhaupt gegen Malaria impfen und wie schütze ich mich gegen die fiesen Mücken? Wie erkenne ich welche Krankheit und wie wird sie übertragen?

Ich hab ja im Voraus schon etwas recherchiert, heißt, die ganzen Begriffe kamen mir nicht allzu Spanisch vor, aber danach hätte ich wohl fast eine Doktoranden-Prüfung mit Spezialgebiet Tropenmedizin ablegen können. Und gleichzeitig hatte ich die Befürchtung direkt zu sterben, sobald ich das Flugzeug auch nur mit dem kleinen Zeh verlasse.

Aber alles halb so wild, ich gehe einfach mal davon aus, man muss auf das Schlimmste vorbereitet werden.

Impfungen bei Langzeitreise

Aber gegen was haben wir uns denn nun eigentlich konkret impfen lassen? Ich unterteile den Abschnitt in die beiden Kategorien „Reiseimpfungen“ und „Standardimpfungen“, weil auch letzte sollten bei einer Reise bedacht und ggf. erneuert werden.

Reiseimpfungen

Hepatitis A
  1. Betroffene Gebiete
    Asien, Afrika, Mittel- und Südamerika
  2. Übertragung
    Hepatitis A wird in den meisten Fällen durch infiziertes Wasser und Nahrung übertragen, daher solltest du Leitungswasser, offen stehenden Getränken und Milch (auch Eis) sowie rohe Produkte, wie Gemüse, Obst, Muscheln und Fleisch vermeiden. Gekocht, gebraten oder geschält ist alles kein Problem. Ganz nach der Backpacker-Regel: „Cook it, boil it, peel it, or forget it!“ 🙂 Getränke und Wasser immer verschlossen kaufen und dieses auch zum Kochen nutzen.
    In seltenen Fällen kann auch enger Körperkontakt zu einer Hepatitis A Erkrankung führen.
  3. Folgen
    Früher war Hepatitis A eine der häufigsten Reisekrankheiten. Seit der Entwicklung von zuverlässigen Impfstoffen besteht nur noch eine sehr geringe Gefahr zu erkranken.
    Erste Anzeichen einer Erkrankung sind grippeähnliche Symptome mit der Folge einer Gelbsucht. In sehr seltenen Fällen kommt es zu Leberversagen.
  4. Impfung und Zeitrahmen
    Schneller Schutz: Hepatitis A lässt sich auch sehr kurzfristig vor der Reise impfen, sicherheitshalber solltest du dich trotzdem bestenfalls 14 Tage vor Start impfen lassen, da erst dann eine 100%ige Sicherheit besteht.
    Langer Schutz: Für den langfristigen Schutz benötigst du eine zweite Impfung nach 6 bis 12 Monaten. In der Regel bist du nach den zwei Impfungen ca. 25-30 Jahre geschützt.
Hepatitis B
  1. Betroffene Gebiete 
    Asien, Afrika, Mittel- und Südamerika, Süd- und Osteuropa, Alaska und Nord-Kanada
  2. Übertragung
    Hepatitis B wird ähnlich wie AIDS durch Körperflüssigkeiten wie Blut, Speichel, Sperma etc. übertragen. Es reicht schon eine minikleine Verletzung zur Infektion, daher achtet besonders auf die hygienischen Bedingungen z. B. beim Piercen, Tätowieren oder der Akupunktur.
  3. Folgen
    Wie auch bei Hepatitis A sind erste Anzeichen einer Erkrankung grippeähnliche Symptome mit der Folge einer Gelbsucht. Wenn die Krankheit nicht behandelt wird, kann sie chronisch werden, was im Ernstfall zu Leberschäden bis hin zum Tod führt.
  4. Impfung und Zeitrahmen
    Eine Impfung empfiehlt sich, wenn du einen Aufenthalt länger als 1 Monat im betroffenen Ausland planst und auch mit der Bevölkerung in Kontakt treten möchtest, vermehrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch die Gegend fährst oder dem ein oder anderen Dörfchen einen Besuch abstattest. Jemand, der ausschließlich in seiner Hotelanlage sitzt, hat mit Sicherheit ein sehr viel geringeres Risiko.
    Vor der Reise sollten 2 Impfungen erfolgt sein, um einen Schutz zu bieten. Meistens wurde man bereits im Kindesalter grundimmunisiert, sodass auf diese Impfung aufgebaut werden kann. Im Anschluss wird ein Bluttest empfohlen, der bestimmt, ob sich ausreichend Antikörper gebildet haben.
 Typhus
  1. Betroffene Gebiete
    Nordafrika, Südostasien
  2. Übertragung
    Die Übertragung erfolgt, wie bei Hepatitis A, über verunreinigtes Wasser oder verunreinigte Nahrung. Auch hier gilt also: Keine rohen Lebensmittel oder Leitungswasser verwenden und sich an das Motto „Cook it, boil it, peel it, or forget it!“ halten. 🙂
  3. Folgen
    Typhus zeigt sich in Form von Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Ausschlag, Verstopfung und/oder Durchfall und Fieber, welches im Verlauf der Krankheit stärker wird. Im Falle einer unbehandelten Krankheit kann es zu schweren Komplikationen führen.
  4. Impfung
    Ich wurde mit einem Hepatitis A und Typhus Kombi-Impfstoff geimpft. Eine Injektion ist ausreichend und hält 3 Jahre. Neben der Spritze gibt es auch eine Schluckimpfung, welche nur 1-2 Jahre hält.
Japanische Enzephalitis
  1. Betroffene Gebiete
    Süd-, Südost- und Ostasien
  2. Übertragung
    Der Virus überträgt sich durch eine Steckmücke, welche sich vor allem in Südostasien in Reisfeldern versteckt. Touristen, die sich eher im Hotel aufhalten, sind selten betroffen, gefährdeter sind in diesem Fall Individualtouristen, die auch mal abseits der Pfade wandern oder eher ländlich übernachten möchten. 
  3. Folge
    Was sich zu Beginn wie eine Grippe anfühlt, kann im schlimmsten Verlauf zu einer Hirnhautentzündung führen.
  4. Impfung
    Vor der Reise sind zwei Impfungen notwendig, im Abstand von 28 Tagen.  Eine dritte Injektion erfolgt optional nach 12-24 Monaten, sollte man erneut in ein Risikogebiet reisen. 
Tollwut
  1. Betroffene Gebiete
    Weltweit, besonders Afrika und Asien, aber auch Indien, Lateinamerika, Europa…
  2. Übertragung
    Der Virus überträgt sich durch Bisse oder Schleimhautkontakt mit infizierten Tieren. In Asien vor allem streunende Hunde, Katzen und Affen, in Europa können aber auch Fledermäuse, Dachse, Wölfe etc. die Erkrankung übertragen.
  3. Folgen
    Ohne bereits erfolgte oder nach einem Biss sofortige Impfung erfolgt die Infektion immer tödlich durch Herz- und Atemlähmung.
  4. Impfung
    Die Impfung besteht aus drei Spritzen im Abstand von einer Woche bzw. drei Wochen. Zum Langzeitschutz erfolgt eine weitere Impfung nach ca. einem Jahr. Nach 3-5 Jahren sollte man die Impfung auffrischen lassen, auch hier ist ein Antikörpertest zu empfehlen.
    Gegen Tollwut kann man sich im Notfall auch unverzüglich NACH einem Biss impfen lassen, allerdings ist dies nicht unbedingt zu empfehlen. Je nachdem in welchem Gebiet man sich rumtreibt, dauert es eine Weile, bis man im Krankenhaus angekommen sind, außerdem sind viele Impfstoffe im Ausland gestreckt oder anderweitig verunreinigt. Also lieber zuhause vorbeugend impfen lassen. Sicher ist sicher. Allerdings sollte man bei einem Biss auch mit Impfung so schnell wie möglich ein Krankenhaus aufsuchen.

Standardimpfungen

Neben einem Haufen Impfung, die wir für die Langzeitreise benötigen, macht es natürlich Sinn, nach über 10 Jahren die Standardimpfung mal wieder aufzufrischen.

Diphtherie/Tetanus/Poliomyelitis (Kombi-Impfung)
  1. Betroffene Gebiete
    Diphtherie: Weltweit, besonders in osteuropäischen Ländern. In Deutschland ist die Erkrankung durch eine hohe Impfbeteiligung weitestgehend zurück gegangen, kann jedoch durch Nachbarländer leicht wieder eingeschleppt werden.
    Tetanus: Weltweit
    Poliomyelitis: Dank flächendeckender Impfungen weltweit fast ausgerottet.
  2. Übertragung
    Diphtherie: Erkrankung erfolgt von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion.
    Tetanus: Die Infizierung erfolgt schon durch kleinste Wunden. Die Bakterien kommen überall in der Umgebung vor, in der Erde, in Schmutz und Staub. Eine Krankheit bricht nur bei Menschen ohne Impfschutz aus.
    Poliomyelitis:  Erkrankung erfolgt von Mensch zu Mensch durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion. Durch letzteres kann eine Infizierung auch durch verunreinigte Lebensmittel und Wasser erfolgen.
  3. Folgen
    Diphtherie: Entzündung der Schleimhaut im Nasen- und Rachenraum, bis hin zu starker Atemnot.
    Tetanus: Krämpfe der Muskulatur.
    Poliomyelitis: Grippeähnliche Symptome bis hin zu Lähmung der Arme, Beine und Atemwege.
  4. Impfung
    Um für die nächsten 10 Jahre geschützt zu sein, erfolgen 2 Kombi-Impfungen im Abstand von 1/2 bis 1 Jahren.
MMR (Masern, Mumps, Röteln; Kombi-Impfung)
  1. Betroffene Gebiete
    Masern: Besonders akut in Afrika und Südostasien, aber auch Europa ist betroffen
    Mumps, Röteln: Weltweit
  2. Übertragung
    Masern, Mumps, Röteln: Tröpfcheninfektion.
  3. Folgen
    Masern: Fieber, Husten, Schnupfen, typischer Hautausschlag bis hin zu Lungenentzündung und im schlimmsten Fall Hirnhautentzündung.
    Mumps: Fieber, Schwellung der Speicheldrüsen; seltener entzündliche Reizung der Hirnhäute und Gehirnentzündung, bis hin zu bleibenden Hörschäden und Zeugungsunfähigkeit.
    Röteln: In den meisten Fällen wird eine Röteln-Erkrankung nicht entdeckt, da sie ohne Symptome verläuft.
  4. Impfung
    Eine MMR-Kombi-Impfung bei Erwachsenen mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.

Wie schon erwähnt, wurden wir speziell für Südostasien geimpft. Für einige südamerikanische Länder wird zum Beispiel für die Ein- und Ausreise eine Gelbfieberimpfung zwingend benötigt. Da diese Region leider zum aktuellen Zeitpunkt nicht auf der Liste steht (dazu ist die Zeit einfach zu knapp und wir wollen ja auch nicht nur hetzen), sind wir da so gerade nochmal drum rum gekommen.

Gegen welche Krankheiten können wir nicht geimpft werden?

Gegen einige Krankheiten gibt es keine Impfung, jedoch Möglichkeiten sich zu schützen und Symptome, bei denen man hellhörig werden und schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen sollte.

Malaria
  1. Betroffene Gebiete
    Südostasien, Afrika, Mittel- und Südamerika
  2. Übertragung
    Malaria wird hauptsächlich nachts ausschließlich durch die Anopheles-Stechmücke übertragen.
  3. Folgen
    Malaria gehört zu einer der folgenschwersten Gesundheitsrisiken in den Tropen, daher ist es besonders wichtig zu wissen, wie man sich schützt und wie man im Falle eines Falles richtig reagiert.
    Zu den Symptomen gehören hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Klingt erstmal nicht ganz so dramatisch, allerdings kann Malaria  zum Tod führen, wenn es unbehandelt bleibt. Also lieber einmal zu viel durchchecken lassen.
  4. Vorbeugender Schutz
    Nur in einem mit Moskitonetz oder Air Conditioner geschützten Raum/Bett schlafen und besonders in der Dunkelheit lange, helle Kleidung tragen und alle freien Körperstellen mit Mückenschutz einsprühen. Hier ist es eigentlich egal, ob dieser aus Deutschland mitgebracht oder im Ausland gekauft wurde, im Grunde können tatsächlich beide Produkte gleich viel. Achten solltet ihr allerdings auf folgende Inhaltsstoffe: Mind. 10% Icaridin oder mind. 20% DEET.
  5. Was tun bei Malaria-Symptomen?
    Solltest du von einer Mücke gestochen werden und nach einigen Tagen Malaria-Symptome aufweisen, wird es Zeit dein standby-Medikament auszupacken. Unser Arzt hat uns Malarone verschrieben, ein Medikament zur notfallmäßigen Selbstbehandlung bei Malaria-Verdacht. Danach solltest du dringend zur weiteren Behandlung einen Arzt aufsuchen.
Dengue-Fieber
  1. Betroffene Gebiete
    Südostasien, Lateinamerika, Afrika, Westpazifik
  2. Übertragung
    Dengue-Fieber wird durch die Aedes-Mücke übertragen, die, anders als die Malaria-Mücke, tagsüber aktiv ist.
  3. Folgen
    Zu Beginn der Krankheit treten grippeähnliche Symptome auf, wie Kopf-, Gelenk und Gliederschmerzen. Bei der Mehrzahl der Erkrankten verschwindet die Krankheit nach einiger Zeit einfach wieder, seltener verläuft es mit Komplikationen wie Blutungen, schnellem Puls, Blutdruckabfall, Verwirrung, Abfall der Temperatur etc. Daher ist auch hier Schutz und eine unverzügliche Behandlung unabdingbar.
  4. Vorbeugender Schutz
    Lange Kleidung und mit Mückenspray einsprühen (siehe Malaria). Räume bzw. Betten mit Moskitonetzen und Fliegengittern schützen.
  5. Was tun bei einer Erkrankung?
    Bei Komplikationen direkt ab ins Krankenhaus.

Auch wenn ich mich kurz nach der Beratung so fühlte, bin ich natürlich kein Mediziner und ihr solltet dringend eure Reisepläne mit eurem Arzt besprechen, der euch mit Sicherheit noch etwas detaillierter als ich informieren und einen Impfplan für euch erstellen kann. 🙂

Die meisten Impfungen werden von der Krankenkasse übernommen. Genaue Kosten listen wir auf, sobald wir die dritte Impfrunde überstanden haben. Hier findet ihr eine super hilfreiche Tabelle, in der ein Großteil der deutschen Krankenkassen aufgelistet sind mit der Info, ob die Kosten übernommen werden oder nicht. Außerdem hat uns unser Tropenmediziner die Seite der krankenkassen-experten empfohlen. Neben einer Info zur Kostenübernahme werden dort noch mal alle gängigen Krankheit kurz beschrieben.

In unserem Impftagebuch erfährst du, wie wir den Impf-Marathon überstanden haben und wie lange unsere Arme nicht zu gebrauchen waren.


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