Nimm dir eine Auszeit vom Job

Wer seinen Job nicht direkt kündigen möchte hat noch andere Möglichkeiten eine Auszeit zu nehmen und länger zu reisen. Eine davon ist der „unbezahlte Urlaub“, für den ich mich entschieden habe.

UNBEZAHLTER URLAUB

Der Begriff „unbezahlter Urlaub“ lässt sich gut in zwei Teile gliedern.

„Unbezahlt“. Die „schlechte“ Nachricht zuerst: du bekommst in dieser Zeit kein Geld von deinem Arbeitgeber. Wenn du dich schon etwas länger auf eine solche Auszeit vorbereitet hast, sollte dich dieser Fakt aber nicht wirklich kümmern.

„Urlaub“. Na das klingt doch schon viel besser. Du kannst in dieser Zeit tun und lassen, was du willst! Da spart man doch gerne mal etwas länger für, oder? Urlaub definiert sicher jeder Mensch etwas anders. Ob man nun einfach die ganze Zeit am Strand liegt oder lieber die Welt entdeckt, das ist jedem natürlich selbst überlassen. Was würdest du tun bzw. hast du schon gemacht? Schreib es uns in einem Kommentar!

Eine Alternative zum unbezahlten Urlaub ist das sogenannte „Sabbatjahr“. Hier gibt es verschiedene Modelle dich sich zum Teil noch unterscheiden (Lehrer, Beamte etc.). Ich betrachte zunächst die Modelle für Leute wie mich (Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft).

SABBATICAL

Modell 1 – Gleiche Zeit. Weniger Gehalt.

Der Arbeitnehmer – also du – arbeitet bei dieser Art von Sabbatjahr im Voraus für etwas weniger Gehalt. Hier musst du wissen, wie viel Gehaltseinbußen du finanziell tragen kannst. Verhandle mit deinem Arbeitgeber ein für dich passendes Modell.

Beispiel: Planst du heute in 3 Jahren deine Auszeit nehmen zu wollen, arbeitest du die nächsten 3 Jahre Vollzeit für 3/4 deines Gehaltes. Im 4. Jahr (dein Sabbatjahr) bekommst du weiterhin 3/4 deines Gehaltes ausgezahlt. Ein großer Vorteil hierbei ist, dass so weiterhin die Sozialversicherungsbeiträge vom Arbeitgeber gezahlt werden und du dich nicht selbst um eine Krankenversicherung kümmern musst. Solltest du du deine Zeit im Ausland verbringen ist jedoch eine Auslandskrankenversicherung sehr zu empfehlen!

Hinweis: Die Rente! Da dir nach den 4 Jahren ein ganzes Jahresgehalt fehlt, kann sich das auf die Rentenbeiträge auswirken. Kontaktiere hierzu am besten deinen Arbeitgeber oder die Rentenkasse (Deutsche Rentenversicherung Bund).

Modell 2 – Plusstunden.

Variante zwei ist für diejenigen unter euch, die wirklich erst in ferner Zukunft eine Auszeit vom Job planen. Das Modell beinhaltet ein Langzeitkonto, auf dem du Plusstunden sammelst. Bedeutet: Du arbeitest für das gleiche Gehalt länger als deine reguläre Arbeitszeit und verzichtest idealerweise zusätzlich noch auf den Jahresurlaub. Hier gibt es auf jeden Fall Vorgaben nach dem Bundesurlaubsgesetz zu beachten, daher wendet euch auf jeden Fall an eure Personalabteilung.

Aber wie lief das denn jetzt bei mir eigentlich ab?

Ich bin ganz ehrlich: ich war mega nervös und wusste einfach nicht, wann ich mit meinem Vorgesetzten über meinen Plan sprechen soll… Und heute weiß ich nicht mehr, wieso ich eigentlich so nervös war.

Es war Ende März als die letzten Personalgespräche geführt wurden. Unter anderem auch meins. Da war quasi meine Deadline, an der ich das Thema spätestens ansprechen musste.

„Ich würde gerne etwas länger reisen“

Das waren meine ersten Worte, die nach kurzer Stille mit „dafür würde ich gerne eine Auszeit vom Job nehmen“ ergänzt wurden. Vorher sind wir noch diverse Zahlen und neue Regelungen im Unternehmen durchgegangen. Parallel bereitete ich mich die ganze Zeit schon auf „meinen“ Moment vor.

Ich habe natürlich nicht erwartet, dass es am selben Tag direkt noch zu einer schriftlichen Genehmigung für einen unbezahlten Urlaub kommt, aber meine Anfrage wurde positiv aufgenommen – „so etwas wollte ich in meinen jungen Jahren auch mal machen“. In den Tagen darauf hielt mein Vorgesetzter Rücksprache mit der Geschäftsleitung und gab mir kurze Zeit später das OKAY!

Nice! So schnell kann es gehen!

Meine Aufgabe bestand nun darin, einen Zeitraum festzulegen (6 Monate) und einen schriftlichen Antrag zu stellen.

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Letztendlich habe ich mich für den Zeitraum Januar bis Juli 2017 entschieden. Zuvor hatte Tina nämlich ihre Kündigung zum 01.01.2017 eingereicht. Das passte dann also sehr gut!

Und was nun?

Da ich in meinem unbezahlten Urlaub kein Gehalt bekomme, entfallen unter anderem die Sozialversicherungsbeträge. Sprich: hier muss ich mich für den Zeitraum selbst versichern. An oberster Stelle steht hier die Krankenversicherung (privat oder gesetzlich). Sobald die Freistellung länger als einen Monat andauert, muss hier selbst gezahlt werden. Hierzu kontaktierst du am besten frühzeitig deine Krankenkasse. Weitere Sozialversicherungsbeträge sind freiwillig.

Jetzt geht es an die Reisevorbereitungen


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