Kroatien: Ein holpriger Start in den Urlaub

“Also Morgen um 8 bei Penny? +Puffer +Kaffee!”

Es ist Donnerstag, der 25. August. Der Plan: Um 9 Uhr am Flughafen in Düsseldorf sein – Genug Puffer für Verspätungen und Organisation von Kaffee und Frühstück haben wir einberechnet. Verspätungen? Wissen wir auch nicht so genau, was das eigentlich ist. So weit ist der Flughafen ja nun auch nicht weg.

8:17: “Unterwegs!” – Stefan B.

Natürlich hat das mit dem Treffen um 8 Uhr schon mal nicht geklappt. Der letzte Feinschliff am Koffer-Pack-System, “Was zieh ich an”-Gesinge und das allseits bekannte “Ich hab das Gefühl, ich hab was vergessen”. Unsere beiden Katzen müssen an diesem Morgen zum Glück nicht gefüttern werden, die wurden bereits ein paar Tage zuvor bei den Eltern untergebracht. Kann es also jetzt wirklich los gehen? Ja? Ja!

Puh! Aus der Tür haben wir es schon mal geschafft und unsere Freunde können wir auch schon in der Ferne erblicken. Dann auf zum Bahnhof!

Mit der S11 geht es geradewegs zum Düsseldorfer Flughafen. Praktisch, wenn die Bahn, die direkt zum Flughafen fahren soll, quasi vor der Haustür hält! Da kann ja fast nix schief gehen… Wir schieben es einfach darauf, dass der Schaffner genauso wenig Kaffee am Morgen hatte wie wir (aufgrund der Verspätung konnten wir uns natürlich keinen mehr holen) – die Bahn hat Verspätung. Erst 5 – dann 10 – dann 20 Minuten. Okay. Dann fahren wir eben mit der nächsten Möglichkeit zum Hauptbahnhof. Von da aus fahren soooo viele Bahnen, irgendeine wird uns schon zum Flughafen bringen. Denkste!

Wir kommen am Bahnhof an und überprüfen unsere Möglichkeiten zum Flughafen zu kommen. Nach ein paar Minuten Durchscrollen der Bahn-App müssen wir feststellen, dass wir doch die S11 nehmen müssen. Die selbe S11, die an unserer Haltestelle Verspätung hatte.

Die Bahn fährt ein. In Gedanken sitzen wir schon im Flieger. Doch nun geht es erstmal zum Flughafen. Zum Flughafen? Das wäre ja zu schön. Das denkt sich wohl auch die Bahn und hält nur zwei Stationen später wieder an mit der Nachricht, man solle die nächste Bahn nehmen, um zum Flughafen zu kommen. Hm, gut, wenn man eh schon knapp dran ist…

20 Minuten später… Immer noch keine Bahn in Sicht. Bis wann kann man eigentlich die Koffer am Schalter abgeben?

Plan B – Mit dem Taxi zum Flughafen

Wir entschließen uns, mit dem Taxi weiter zu fahren.

Nur wenige Minuten nach unserem Anruf kommt auch schon ein Taxi – es ist zwar nicht das bestellte, aber nichts wie rein! Ein weiteres Paar, was merklich mehr unter Stress steht, steigt ebenfalls ein. Yeah, Geld gespart! Anders als wir müssen die beiden allerdings die Maschine nach Zadar (Kroatien) kriegen, die noch eine halbe Stunde früher startet als unsere. Gepäck müssen sie keines mehr aufgeben. Dennoch sind die beiden keine Sekunde entspannt. Für uns geht es nach Dubrovnik und wir sind noch super im Zeitplan (Achtung Spoiler: wir schaffen es tatsächlich rechtzeitig am Flughafen zu sein). Wie es der Zufall so will, haben wir einen kroatischen Taxifahrer erwischt, der ziemlich begeistert von unseren Plänen ist und die ganze Fahrt lang von seinen liebsten Spots erzählt. Unsere Reiseplanung stimmt weitestgehend mit seinen Vorschlägen überein und wir bekommen immer mehr Bock auf unsere kleine Balkan-Tour. 🙂 Unsere Mitfahrer werden immer nervöser und finden es weniger lustig, dass der Taxifahrer seelenruhig aus seinem Leben plaudert, anstatt sich voll und ganz auf die Straße zu konzentrieren.

Muss da nicht noch so ’n Koffer-Etikett dran?

Geschafft! Durch die gesprächige Taxifahrt sind wir angeheizt und unterhalten uns noch etwas mit der Frau an der Gepäckaufgabe, während wir unsere Koffer auf die Waage stemmen und unsere Tickets zeigen. Bis wann kann man eigentlich seinen Koffer aufgeben? Und bis wann ins Flugzeug? Was ist, wenn der Koffer nicht mehr eingecheckt werden kann? Fragen über Fragen… Durch das Gespräch vergisst sie beinahe einen der Koffer zu etikettieren. Was passiert eigentlich, wenn ein Koffer ohne Etikett durchgeht?

Mensch! Das ist aber auch ein verrückter Donnerstag Morgen.

Es ist 10 Uhr, wir kommen pünktlich am Gate an und können direkt ins Flugzeug steigen – schön mit etwas mehr Beinfreiheit an den Notausgängen, von denen wir über den gesamten Flug glücklicherweise keinen Gebrauch machen müssen – auch wenn das an diesem Start in den Tag gar nicht mehr so unwahrscheinlich war.

Thank you for flying with Eurowings

Wir landen etwas früher (!) als ursprünglich geplant. Abschnallen, Sachen schnappen und raus aus dem Flugzeug. Uns weht ein warmer Wind um die Nase.  Da sind wir also nun: Dubrovnik – unser erster Stop auf unserer Reise. Für die nächsten Tage haben wir uns bereits im Vorfeld um ein Mietwagen gekümmert. Um das Gepäck von vier Leuten und die vier Leute selbst transportieren zu können, haben wir uns für einen VW Golf von Sixt entschieden.

Dann steht unserer Tour ja nichts mehr im Wege! Los geht’s!

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