Erster Halt: Dubrovnik

Gepäck ins Auto laden, alle die Plätze einnehmen und los geht die Fahrt! Wir passen tatsächlich in unseren VW Golf OHNE auf einem Koffer Platz nehmen zu müssen. Das wundert uns tatsächlich ein kleines bisschen. Gut auf jeden Fall, dass wir doch ein etwas größeres Auto gewählt haben, zuerst fiel die Wahl auf einen Polo. Unsere erste Airbnb-Unterkunft ist vom Flughafen circa 40 Minuten entfernt und liegt in Zaton, etwas außerhalb von Dubrovnik selbst.

Endlich, ein Ortseingangsschild: Zaton. Wir sind da. Begrüßt werden wir von einem kleinen Hafen, an dem sich eine übersichtliche Anzahl kleiner Restaurants reihen und einer handvoll Menschen, die gerade ihre Einkäufe nach Hause tragen und langsam die Straße entlang laufen. Wir folgen den Ansagen des Navis, welches uns an der kleinen Hafenstraße herschickt. „Hat unser Host nicht geschrieben, wir sollen die erste Abfahrt ins Dorf nehmen und von oben kommen? Ach… egal“. Das Navi weiß schon, was es macht. Denken wir.

„Jetzt rechts abbiegen“.

In dem Moment wird uns bewusst, wieso uns geschrieben wurde, wir sollen lieber den anderen Weg nehmen. Wir sind uns nicht ganz sicher, ob der Weg „rechts“ überhaupt eine offizielle Straße ist. Auf jeden Fall ist sie ziemlich eng. Links eine hohe Steinmauer und rechts ein Haus. Rückwärtsgang? Zu spät, Mauer und Haus haben uns quasi schon in die Zange genommen. Während Stefan langsam geradeaus fährt, bloß keinen Zentimeter weiter links oder rechts, gucken wir anderen Drei angestrengt aus dem Auto, um den Platz abzuschätzen. Geschafft, erste Prüfung zu unserer Zufriedenheit gemeistert. Was bekommen wir denn auch das nagelneue Auto, ohne jegliche Kratzer und Beulen? Da fällt die kleinste Schramme ja direkt auf… Bei den nächsten Fahrten entscheiden wir uns auf jeden Fall für den anderen Weg.

Erster Halt: Dubrovnik

„Sie haben ihr Ziel erreicht. Es befindet sich auf der linken Seite.“

Ich glaube ja, die Straße war einfach gar nicht für Autos gemacht. Und wenn doch, dann nur für sehr sehr schmale. Kurz darauf erreichen wir auch schon unsere Unterkunft, ein kleines Apartment, mit einem tollen Blick auf den Hafen. Wir parken auf einem Schotterplatz direkt unter einem großen Baum, der uns Schatten spendet.

Gerade ausgestiegen, kommt auch schon eine Frau auf uns zugelaufen. Das muss dann wohl unsere Gastgeberin sein! Freundlich begrüßt sie uns, fragt wie der Flug und die Anfahrt gewesen ist und lacht laut, als wir ihr von unserem ersten Eindruck von Zaton und den engen Straßen erzählen. „Deswegen habe ich euch extra den anderen Weg beschrieben!“. Beim nächsten Mal.

Da wir keine Lust auf überfüllte Touri-Strände haben, lassen wir uns von der Besitzerin der Unterkunft ein wenig über die Gegend erzählen, währen Sie uns durch die Räumlichkeiten führt. Zwei Zimmer mit Bett, ein Bad mit Fenster und eine Pantryküche.

Unter anderem bekommen wir von ihr den Tipp zu einer Bucht, die etwas abseits liegt. Schon die Wegbeschreibung klingt wie ein kleines Abenteuer. „Ihr steht vor einer Kirche, dann dreht ihr euch um und entdeckt einen kleinen Weg. Kaum zu erkennen.“

„Kirche? Welche Kirche?“

Wir gehen runter zum Hafen. Nach so einem Tag muss erst einmal was zur Stärkung her. Darum suchen wir den Supermarkt auf, der uns beschrieben wurde. Vorher benötigen wir noch Bargeld. Neben dem Supermarkt können wir schon das „ATM“-Zeichen sehen und begeben uns auf direktem Weg dort hin.

Der Automat scheint nicht mit Besuch gerechnet zu haben. Das lässt zumindest die Windows-Fehlermeldung vermuten, die plötzlich auf dem Display zu sehen ist. „Ach, das macht der öfter. Einfach noch mal versuchen, irgendwann klappt es dann“, erzählt uns die Mitarbeiterin der Touristeninformation, die wir zunächst nicht sehen, als wir wie Zoobesucher durch die Scheibe gucken, ob jemand da ist.

Die Verpflegung ist besorgt – Bier und Plätzchen. Das sollte fürs Erste ausreichen.

Wir machen uns also auf die Suche nach einer Kirche, die auf die Beschreibung der Hausbesitzerin passt. Begleitet werden wir von einem lauten Zirpen, das von allen Seiten aus den Bäumen und Büschen ertönt. Laut und doch irgendwie entspannend.

Ist das etwa die Kirche, die wir suchen? Wir sind uns noch nicht ganz sicher, erkunden etwas die Gegend und genießen zum ersten Mal den weiten Blick aufs Meer. Augen zu – einmal tief einatmen.

Hier findet ihr die Kirche!

„Ich muss ins Wasser“

Von hier oben zu springen, wäre wohl etwas gefährlich. Wir stellen uns vor die Kirche und denken noch mal an die Worte der netten Frau – hinter uns. Und tatsächlich, dort hinten zwischen ein paar Büschen ist ein schmaler Weg zu erahnen.

Wir haben es geschafft!

Raus aus den Klamotten, kühles Getränk in die Hand und ab ins Wasser. Mensch, das fühlt sich gut an!

Wir genießen am Strand die Sonne und leeren langsam unseren Proviant. Langsam wird es Abend. Uns packt die Kletterlust und wir erklimmen eine Klippe rechts von uns, da wir hinter dem Hügel die Sonne vermuten. Es zeigt sich, dass sich Flip Flops durchaus als Kletterschuhe eignen und wir mit unserer Vermutung nicht ganz falsch liegen. 🙂

So geht der erste Tag zu Ende. Die Sonnenstrahlen spiegeln sich auf dem Wasser und kleine Wellen plätschern an den Stein, auf dem wir stehen.

Hallo Kroatien!

 

Was wir sonst noch so in Dubrovnik erlebt haben und welche Tipps wir euch geben würden, erfahrt ihr schon bald hier! 🙂 

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